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Entscheide dich – Wie du lernst nachhaltigere Entscheidungen zu treffen

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Ich steige mal ganz persönlich ein. Ich bin Sternzeichen Waage und selbst wenn du dich nicht mit dieser Thematik auskennt, wirst du mir zustimmen, dass eine Waage (Gegenstand) ständig hin- und herpendelt, um ins Gleichgewicht zu kommen. Waage-Geborene pendeln ihr ganzes Leben hin und her und wir sind wirklich nicht mit einer guten Entscheidungsfähigkeit gesegnet – ganz im Gegenteil. Entscheidungen zu treffen fällt (nicht nur) Waagen unglaublich schwer.

Ich war früher der mieseste Entscheider den du dir vorstellen kannst. Mein Papa hat das früh erkannt und wollte mir damit helfe, dass er mich immer vor die Wahl gestellt hat oder meine Entscheidungen hinterfragt hat.

Welches Eis möchtest du? Bist du dir sicher, dass du diese Sorte willst? Möchtest du dieses oder jenes Spiel geschenkt bekommen? So oder so ähnlich…ich habe ständig geheult und war verzweifelt, wenn ich wieder vor der Wahl stand.

Aber ich würde behaupten, dass es mir geholfen hat. Und wenn auch nur um mir selbst von klein auf bewusst zu sein, dass ich nicht gut darin bin, und mich Entscheidungen herausfordern. Im Zuge der zweiten Pubertät (Anfang bis Mitte Zwanzig) habe ich versucht in diesem Punkt besser zu werden, damit Entscheidungen kein Problem mehr für mich sind.

Ich möchte dir einige Gedanken zum Thema „Entscheidungen treffen“, und Mechanismen oder Tipps für deine Weiterentwicklung an die Hand geben. Damit du hoffentlich bald ein/e ganz passionierte/r EntscheiderIn wirst.

Was ist eigentlich das Problem oder die Herausforderung mit diesem ganzen Thema „Entscheidung“?

Hier will ich die Physik ins Spiel bringen. Falls du jetzt einen mittleren Würgereiz beim Klang des Wortes „Physik“ verspürst – bitte bleib bei mir! Diese Metapher verdeutlicht so schön, weshalb wir uns bei Entscheidungen schwer tun.

Erinnerst du dich an: Kraft = Masse x Beschleunigung? Je mehr Masse ein Gegenstand hat, desto größer muss die Kraft sein, um diesen zu bewegen.

Je größer also die Entscheidung und je gravierender die Folgen für unser Leben, desto weniger entscheidungsfreudig werden wir: Aus Angst, etwas falsch zu machen, drücken wir uns oft davor, uns festzulegen.

Cool oder? Ich liebe diesen Vergleich – ich hoffe du auch! 😉

Warum du dich niemals nicht entscheiden kannst

Jetzt wird es kurz etwas kompliziert. Du denkst dir wahrscheinlich gerade, dass du dich schon oft nicht entschieden hast und ich Unrecht habe. Bist du dir da sicher?

Eigentlich hast du dich nämlich immer für das Nichts-Tun, für das Warten oder das Aufschieben (z.B. bis jemand anderes etwas tut, dass dir eine Entscheidung vorgibt) entschieden – stimmt’s?

Es ist quasi so, dass du immer einen Preis dafür zahlst, wenn du dich für das Nicht-Entscheiden entscheidest. Manchmal reduzieren sich die Möglichkeiten, wenn man sich nicht entscheidet. Manchmal gibt es plötzlich nichts mehr zu entscheiden, weil man keine Wahl hat.

So oder so: Wenn du dich nicht in dem Moment entscheidest in dem du es solltest oder kannst, wirst du immer Einbußen in der Qualität deiner Entscheidung hinnehmen müssen.

Wieso du unbedingt trainieren solltest Entscheidungen zu treffen

Entscheidungen gestalten dein Leben. Es hört sich einfach an und so ist es auch.

Du bist die Summe aller deiner getroffenen Entscheidungen und deshalb ist es wichtig zu lernen, wie du nachhaltige Entscheidungen triffst, die dich glücklich und zufrieden machen.

Ich möchte dir eine kleine überschaubare Liste an Gründen geben, wieso es für deine Lebensqualität wichtig ist zu lernen, gute und nachhaltige Entscheidungen zu treffen:

  1. Unentschiedene Entscheidungen sind Energiefresser. Es ist wie ein Berg, der sich ansammelt. In der Regel wirst du dich gelöst fühlen, wenn du Entscheidungen vom Tisch hast – ein sehr befriedigendes Gefühl, wie wenn du To-Do-Listen abhakst.
  2. Wenn du denkst, du triffst keine Entscheidung, entscheidest du dich für die Nicht-Entscheidung oder das Nichts-Tun und verbaust dir damit eventuell tolle Möglichkeiten und Chancen. Ein Beispiel: Ich lege mich nicht fest, was ich heute tun möchte. Café trinken, Eis essen, spazieren gehen. Aber je länger ich warte mich zu entscheiden, desto mehr Optionen fallen automatisch weg, weil mir die Zeit davonläuft, oder weil sich andere Personen dann für eine andere Option entscheiden – logisch oder?
  3. Man bereut am Ende immer nur das, was man nicht getan hat. Klingt wie eine ausgelutschte Weisheit, ist aber wirklich so. Ohne weitere Worte darüber zu sagen, möchte ich dir hier diesen Die-Welt-Artikel über eine Palliativ-Pflegerin und ihre Erfahrung mit dem Bereuen sterbender Menschen ans Herz legen.
Frau mit Mütze in Maisfeld an Weggabelung
Manchmal ist es schwer, sich für einen Weg zu entscheiden. Foto via unsplash.de.

Wie du lernst effiziente Entscheidungen zu treffen

Nachdem wir uns jetzt hoffentlich einig sind, dass keine Entscheidungen zu treffen immer kontraproduktiv ist und dich nicht glücklich macht, stellt sich die Frage, wie man sozusagen den „Entscheidungs-Muskel“ trainieren kann. Ich habe hier zwei Tipps für dich:

Tipp 1: Triff niemals Entscheidungen aus Angst oder Mangel

Du kennst die Tage, an denen du mit dem falschen Fuß aufgestanden bist und sich ein blödes Ereignis an das nächste reiht? Als ob sich alles was schief läuft an so einem Tag in dein Leben zieht, oder? Im Grunde stimmt das auch.

Das sind Tage, an denen du dich komplett in den Mangel und in die Angst ziehen lässt. Auf dieser Basis triffst du deine Entscheidungen und durch diese Linse siehst du das Leben. Aber es gibt gute Nachrichten, denn du kannst dich auch Hals über Kopf in die Liebe und in das Vertrauen stürzen. Der Unterschied zwischen diesen beiden Perspektiven ist einfach. Wenn du mit einer Angst-Mangel-Brille die Welt ansiehst, wägst du jede Entscheidung hinsichtlich dem ab, was du fürchtest. Du wirst in eine Schutzhaltung gehen, versuchen Dinge zu vermeiden, wirst glauben, dass du es eh nicht schaffen kannst oder es eh nicht klappt. Du wirst dich so in deinen Begrenzungen durch Angst und Mangel gefangen halten.

Was passiert aber, wenn du aus Liebe und in Vertrauen entscheidest? Du kannst es dir bestimmt schon fast denken: Wenn du mit der Liebe-Vertrauen-Brille durch dass Leben gehst, wirst du glauben, dass es viele tolle Möglichkeiten für dich gibt und dass dich jede Entscheidung glücklicher machen wird. Du wirst jede Entscheidung als Chance sehen und weil du in das Leben vertraust, wirst du automatisch eine positive Haltung zu Veränderungen haben.

Interessant an dieser Stelle ist vielleicht auch der Verweis auf das Gesetz der Anziehung. Es ist ganz einfach:

Positive Gedanken ziehen positive Dinge in dein Leben.
Negative Gedanken ziehen negative Dinge in dein Leben.

Wenn du dich mehr damit auseinandersetzen möchtest, wie deine Gedanken dein Leben gestalten können, kann ich dir „The Secret“ von Rhonda Byrne (Buch oder Film) oder „E²: Wie Ihre Gedanken die Welt verändern“ von Pam Grout ans Herz legen. Oder du gibst einfach mal „Gesetz der Anziehung“ in Ecosia ein.

Tipp 2: Diese Fragen helfen dir immer eine nachhaltige Entscheidung zu treffen

Wenn es dir schwer fällt deine Gedanken positiv zu halten und die Welt durch eine Liebe-Vertrauen-Brille zu sehen, ist dieser zweite Tipp genau für dich.

Wir Menschen sind uns alle in einer Sache gleich, wir wollen ein glückliches Leben führen und an dieses Glück sind meistens Träume oder Visionen geknüpft. Beispielsweise könnte es sein, dass du gerne ein eigenes Café eröffnen, Karriere machen oder eine große Familie gründen willst.

Wenn du also vor einer wichtigen Entscheidung stehst, solltest du dir immer diese beiden Fragen stellen:

1. Was muss ich tun, damit ich näher an meine Vision (meines Lebens) komme, bzw. was sind meine Werte, welcher Mensch möchte ich sein?

2. Was würde ich tun, wenn ich nicht scheitern könnte?

Im ersten Moment könntest du jetzt denken, dass diese beiden Fragen doch eher bei größeren Lebensentscheidungen helfen. Das stimmt, aber auch bei alltäglichen Entscheidungen hilft vor allem die erste Frage.

Ich möchte dir gerne ein Beispiel geben: Du wurdest gefragt, ob du zu einem spontanen Party-Trip nach Mallorca mitkommst. Abgesehen von Zeit und Geld, bist du dir nicht ganz sicher, ob du das möchtest. Jetzt die Frage: Wie musst du dich entscheiden, damit du der Vision deines Lebens näherkommen kannst? Wenn deine Vision ist zu feiern und viel zu reisen, dann solltest du dich für den Kurz-Trip entscheiden. Wenn aber deiner Vision ist ein enspannterer Mensch zu sein und dir viel Ruhe zu gönnen, dann entscheidest du dich wohl eher gegen Mallorca.

In den meisten Fällen spielt das schlechte Gewissen eine große Rolle. In so einem Moment fragst man sich, ob die anderen enttäuscht sind, wenn man absagt und man es daher nicht tun kann. Oder man hat Angst etwas zu verpassen und ausgegrenzt zu werden. Das ist ein ganz großes und völlig anderes Thema, aber diesen Aspekt solltest du immer ausblenden, denn es geht bei deinen Entscheidungen immer? Genau, um DICH!

Je mehr du trainierst Entscheidungen basierend auf der Vision deines Lebens zu treffen, desto nachhaltiger werden sie sein. Nachhaltigkeit bedeutet in diesem Fall, dass du ein gutes Gefühl bei der Entscheidung selbst hast, die Konsequenzen dich glücklicher machen und vor allem deiner Lebensvision näherbringen.

Verliere deine Angst vor „schlechten Entscheidungen“

Das Problem ist doch in den meisten Fällen, dass wir Angst haben eine falsche oder schlechte Entscheidung zu treffen. Es heißt doch „dumme Fragen gibt es nicht“ und genau so ist es mit falschen oder schlechten Entscheidungen, die gibt es auch nicht.

Wenn etwas nicht so gelaufen ist, wie du es dir vorgestellt hast, kannst du eine neue Entscheidung treffen, die das Ergebnis wieder ändern. Oder du hast aus deiner Erfahrung gelernt und wirst es beim nächsten Mal besser machen. Abgesehen davon sind diese eher „suboptimalen“ Entscheidungen immer eine gute Sache, denn sie verdeutlichen dir, was du nicht möchtest, bzw. möchtest.

Das trainiert deinen „Entscheidungs-Muskel“ und du kannst dich in Zukunft immer leichter entscheiden. In solchen Momenten kommst du deiner eigenen Vision näher, denn du spürst ganz genau, dass diese, ich nenne sie mal „Fehlentscheidung“, dich eher von deiner Vision entfernt hat.

Du solltest dir wieder und wieder sagen, dass sich neu zu entscheiden völlig in Ordnung ist und trainiert besser zu erkennen, was du wirklich möchtest. Du solltest an dieser Stelle noch mal einen Blick durch die Liebe-Vertrauen-Brille werfen und darauf vertrauen, dass dich jede Entscheidung und jede Erfahrung weiterbringt, und du am Ende genau dort landest, wo du sein sollst und möchtest.

Erlaube dir Fehler zu machen. Du musst nicht perfekt sein. Es ist viel wichtiger, dass du mutig bist! Auch wenn du glaubst, dass du einen Fehler machen könntest und dich vielleicht doch umentscheiden musst, sei mutig und versuche es!

Unideale Entscheidungen sind wichtig, um deine Vision besser zu verstehen und zu wissen, welche Entscheidungen, bzw. welcher Weg nachhaltig für dich ist. Du wirst mit jeder Entscheidung entweder mehr zu dem Menschen, der du sein willst oder du wirst besser verstehen, welcher Mensch du nicht sein möchtest, bzw. sein möchtest.

Wieso Pro & Contra Listen nicht funktionieren

Eine wichtige Sache noch am Ende: Pro und Contra Listen werden gerne empfohlen, um Entscheidungen zu treffen. Doch meist sind sie keine echte Lösung.

Unser Gehirn ist von Natur aus darauf ausgelegt eine Erklärung oder Begründung für das zu liefern, was wir ihm vorgeben. Wenn du dein Gehirn also nach den positiven Aspekten einer Sache befragst, wird es dir welche liefern. Und wenn du es nach negativen Aspekten befragst ebenfalls.

Kennst du eine Pro und Contra Liste, die auf der einen Seite völlig leer ist? Also ich nicht! Oder hast du schon mal erlebt, dass es mehr Punkte z.B. auf der „Pro“-Seite gibt, dein Bauchgefühl aber sagt, dass du eher zu „contra“ tendierst. Oder die Punkte auf der einen Seite sind zwar mehr, aber wiegen viel schwerer, als die auf der anderen.

Du siehst: Am Ende musst du dich dann doch selbst entscheiden, da es keine klare Tendenz gibt. Du findest immer für beide Seiten Begründungen. Wie viel die Punkte ins Gewicht fallen, liegt an dir selbst.

Wenn du dir einen allgemeinen Überblick verschaffen möchtest, dann schreib dir eine Pro und Contra Liste. Aber nutze sie nicht als Grundlage für deine Entscheidung. Verlasse dich hier lieber auf die Tipps, die ich dir oben genannt habe, und entscheide nachhaltig.

Fazit

Ich habe es ja schon ganz oben erwähnt, ich bin Sternzeichen Waage durch und durch. Entscheidungen sind für mich weit außerhalb meiner Komfortzone gewesen – ja, gewesen!

Ich will nicht behaupten, dass ich mittlerweile ein Entscheidungs-Profi bin, aber ich gehe mit einem absolut positiven Mindset an jede Entscheidung heran.

Ich freue mich, wenn ich mich wieder für etwas entscheiden muss, denn Veränderung ist für mich immer positiv. Ich vertraue darauf, dass alles genau so passiert wie es sein muss und dass jede Erfahrung mich weiterbringt.

Diesen letzten ganz persönlichen Tipp möchte ich dir am Ende noch mitgeben, wenn du das Gefühl der Unsicherheit nicht völlig abstellen kannst oder mal nur mit zusammengekniffenen Augen durch die Vertrauen-Liebe-Brille sehen kannst, sag dir immer:

„Everything happens for a reason.“

Das Leben ist gut und jede Erfahrung auf deinem Weg ist wertvoll, auch wenn es nicht immer sofort klar ist. Der Punkt wird kommen, an dem es dir klar werden wird. Vertraue darauf, dass du immer die richtige Entscheidung für den Moment triffst!

Anny

Von Anny

Halloooo – schön, dass du wissen willst wer diesen Beitrag geschrieben hat. Das bin ich, Anny. Ich bin 29 und liebe es mich mit den Themen gesunde & vegane Ernährung, Nachhaltigkeit, dem eigenen Körper, Spiritualität und einem bewussteren Leben zu beschäftigen. Ich bin Yoga-Lehrerin und ausgebildet in Reiki und Hypnose. Keine Sorge, ich würde mich als rational-spirituell beschreiben, da ich versuche immer eine nachvollziehbare Erklärung und eine praktikable Lösung zu finden - kein Hokuspokus.
Ich finde es spannend über Funktionalität von Körper und Geist zu lernen und noch viel mehr meine Wow-Erlebnisse zu teilen! Es ist kein Blabla, dass Wissen Macht ist, denn genau so ist es. Ich teile mein Wissen unglaublich gerne und bin mir sicher, dass Achtsamkeit, ein gesunder Körper und der Nachhaltige Umgang mit deinen eigenen Ressourcen, aber auch mit denen in unserer Welt, wissenswert und machtvoll sind.
Es freut mich, wenn meine Wow-Momente bei dir zu einem Aha-Moment werden! 🙂
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