Menstruationstasse – das hört sich erst einmal unsexy und gruselig an. Als ich vor zwei Jahren zum ersten Mal von dieser Art des Periodenmanagements gehört habe, war ich mäßig verstört und habe mich lieber nicht weiter mit dem Thema beschäftigt.

Doch was am Anfang nur hinter vorgehaltener Hand diskutiert wurde, ist mittlerweile scheinbar die Periodenrevolution schlechthin. Nachdem auch meine vertrautesten Youtuber und Blogger über ihre Menstruationstassen berichtet haben, habe ich mich doch wieder an das Thema herangewagt.

Nach einem ersten Tassen-Fail im letzten Jahr, und vorübergehender Resignation, habe ich mich dieses Jahr intensiver mit meiner Menstruationstasse beschäftigt. Heute kann ich stolz behaupten: Ich habe den Dreh endlich raus und bin ein großer Fan der kleinen Tasse geworden.

In diesem Artikel möchte ich nun auch dir deine eventuelle Skepsis nehmen, und dir meine erprobten Tipps und Tricks für eine problemlose Anwendung geben. Ich hätte diesen Bericht auch „Menstruationstassen für Dummies“ taufen können – wollte aber seriös bleiben. Los gehts.

Disclaimer: Im folgenden Artikel wird über Blut und weibliche Geschlechtsorgane gesprochen. Wer sich davor ekelt, sollte diesen Bericht überspringen. 😉 Alle erwähnten Produkte habe ich selbst gekauft. Dieser Beitrag ist nicht gesponsert.

Menstruationstasse – was ist das?

Eine Menstruationstasse ist ein kleiner becherförmiger Auffangbehälter für Menstruationsblut, und eine umweltfreundliche und hygienische Alternative zu Tampons und Binden. Die Menstruationstasse wird wie Tampons in die Vagina eingeführt. Sie sitzt aber im Gegensatz zu Tampons nicht direkt vor dem Muttermund, sondern etwas weiter vorne. Die Tasse bildet beim Einsetzen ein Vakuum und fängt somit (auslaufsicher) das Menstruationsblut auf.

Es gibt Menstruationstassen in verschiedenen Materialien: Latex, Kautschuk oder medizinisches Silikon. Andere Bezeichnungen für die Menstruationstasse sind Moon Cup, Mondtasse, Periodentasse, Menstrual Cup und Menstruationsbecher.

Nachteile von Tampons und Binden

Was ist eigentlich schlecht an Tampons und Binden? Nun. Hier gibt es zwei große Nachteile, die betrachtet werden müssen: Zum einen der Nachteil für die Umwelt, zum anderen der gesundheitliche Nachteil bzw. das gesundheitliche Risiko.

Aus Umweltsicht sind Tampons und Binden zunächst mal eines: Müll.

Eine Frau verbraucht pro Periode ca. 4-5 Tampons am Tag, ca. 3-7 Tage lang, 1x im Monat in ungefähr 40 fruchtbaren Lebensjahren. Das macht ca. 10.000 bis 17.000 Tampons in einem Frauenleben. In Deutschland leben ca. 41 Millionen Frauen, die „in der Regel“ Zugang zu Hygieneartikeln haben. Das ist hochgerechnet… jede Menge Periodenmüll. Dazu kommen noch Binden oder Slipeinlagen, die teilweise sogar zusätzlich zu Tampons verwendet werden.

Eine Packung Markentampons original mit 16 Tampons kostet ca. 3€. 17.000 Tampons durch 16, macht 1.063 Packungen. 1.063 mal 3€ sind 3.188€ die eine Frau in ihrem Leben alleine für Tampons ausgibt.

Diese Zahlen sind bereits extrem überzeugend und sprechen gegen Tampons und für eine Alternative. Es gibt jedoch noch schlimmere Tampon-Nachteile. Denn vor allem aus gesundheitlicher Sicht sind sie hoch bedenklich.

Tampons bestehen zu einem Großteil aus Baumwolle, welche genmanipuliert und für deren Anbau Pestizide und Insektizide verwendet werden (das ist auch aus Umweltsicht bescheiden). Darunter sind fünf der neun giftigsten Pestizide weltweit!

Damit ein Tampon schön weiß und rein aussieht, wird die Baumwolle mit dem Bleichmittel Dioxin behandelt. Dieses Mittel ist schon in geringen Mengen giftig. In Tampons wurde zudem das Biozid TBT (Tributylzinn) nachgewiesen, welches schon in geringen Mengen schädigend für das Hormonsystem ist. Zusammen mit den Rückständen von Pestiziden und Insektiziden führst du dieses Produkt in deine hoch aufnehmende Vaginalschleimhaut ein. So wandern diese Giftstoffe direkt in deinen Körper.

Nicht zwingend gesundheitsschädlich, aber unangenehm ist der Fakt, dass Tampons auch noch schrecklich austrocknen. Außerdem dürfen sie nicht zu lange getragen werden (maximal 3 bis 6 Stunden), da sonst das Infektionsrisiko für TSS (Toxisches Schocksyndrom) enorm hoch ist.

Vorteile von Menstruationstassen

Es folgt ein Plädoyer für Menstruationstassen.

Menstruationstassen bestehen, wie weiter oben bereits erwähnt, aus Latex, Kautschuk und medizinischem Silikon. Diese Materialien sind sehr hygienisch und antibakteriell. Somit ist das TSS-Risiko sehr gering. Aber Vorsicht! Auch bei einer Menstruationstasse kann eine zu lange Tragedauer und ein unhygienischer Umgang zu TSS führen. Mit einer gesunden Vorsicht und hygienischen Maßnahmen sollte aber auch hier nichts passieren.

Außerdem sind die Materialien extrem langlebig. Eine Menstruationstasse kann 10 bis 15 Jahre verwendet werden. Das spart zum einen jede Menge Müll, zum anderen kostet sie in der Anschaffung irgendwas zwischen 15€ und 30€ und ist somit auf 10 Jahre gerechnet auch noch wesentlich günstiger als Tampons & Co.

Menstruationstassen sind zu 100% frei von Bleichmitteln, Pestiziden, Klebstoffen, Parfüm und Lotion.

Aufgrund des gebildeten Vakuums kommt das Menstruationsblut nicht mit Luft in Kontakt. Dadurch bildet sich kein komischer Geruch (wir Damen wissen, was gemeint ist).

Richtig eingesetzt kann die Menstruationstasse, je nach Stärke der Blutung, bis zu 12 Stunden getragen werden. Somit spart frau sich das schreckliche Tampons-Wechseln in öffentlichen Toiletten. Auch nächtliche Wechselgänge gehören der Vergangenheit an.

Da die Materialien keine Feuchtigkeit ziehen, sondern das Blut lediglich auffangen, trocknet die Vaginalschleimhaut nicht aus.

Durch den sicheren Sitz der Tasse, kann sie auch wunderbar beim Sport oder Schwimmen getragen werden. Ich persönlich habe mit meiner Tasse bereits Yoga, Laufen und einen Konzertbesuch (Tanzen ist ja auch Sport) auslauffrei überstanden.

Nachteile von Menstruationstassen

Latex-Tassen haben den Nachteil, dass Frauen mit Allergie diese nicht tragen können. Zum Glück gibt es die Tassen auch ohne Latex.

Am Anfang ist das Handling etwas gewöhnungsbedürftig, und es kann noch das ein oder andere Malheur passieren, wenn die Tasse nicht richtig sitzt. Mit etwas Übung ist das aber bald kein Problem mehr. Und welche Frau erinnert sich nicht gerne an ihre schrecklichen ersten Tampon-Einführ-Versuche – so geht es einem ungefähr auch mit dem Menstruationsbecher. Übung macht eben den Meister.

Eventuell kostet es etwas Zeit und Geld, bis du die für dich passende Tasse gefunden hast. Es kommt nämlich auf die richtige Form und Größe an (wie bei Tampons ja auch).

Du solltest zudem keine Probleme damit haben, eventuell etwas länger „da unten“ beschäftigt zu sein. Intimer Körperkontakt zu deiner eigenen Geschlechtszone ist notwendig für das Handling der Menstruationstasse. Falls du hier Berührungsängste hast, solltest du sowieso daran arbeiten. Es ist dein eigener wundervoller Körper, vor dem du dich nicht ekeln solltest!

Igitt, Blut!

Ja, ich gebe es zu: Der Kontakt zum eigenen Blut, schön gesammelt in einem Töpfchen, ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig.

Kann der vollgesaugte Tampon quasi ungesehen entsorgt werden, muss die Menstruationstasse geleert und gesäubert werden. Da kann der ein oder andere ungewollte Bluttropfen an Hand oder Toilette schon mal vorkommen. Außerdem ist die Toilette nach dem Ausleeren der Tasse ebenfalls voller Blut. Aber ganz ehrlich: Es ist doch nur Blut! Unser ganzer Körper besteht daraus. Es ist lebensnotwendig. Und es ist vor allem dein eigenes Blut. Also, alles gar kein Stress. Sobald du dich an den Anblick und das Handling gewöhnt hast, ist auch das wieder nur eines – Routine.

Die richtige Größe finden

Die meisten Hersteller bieten zwei unterschiedliche Größen ihrer Menstruationstasse an. In der Regel gibt es eine kleine und eine größere Variante. Manchmal gibt es auch noch kürzere und längere Tassen, oder festere und weichere.  

Die kleineren Tassen sind für Frauen, die noch keine Kinder geboren oder einen gut trainierten Beckenboden haben und während der Periode weniger Blut verlieren. Die große Version ist für Frauen mit Geburtserfahrung, oder einer stärkeren Blutung. Manche Hersteller geben auch Altersangaben an und behaupten, dass kleine Tassen für Frauen unter 28 sind, und größere dann ab 30. Davon halte ich persönlich nicht so viel.

Neben den unterschiedlichen Größen und Materialien kann eine Tasse auch unterschiedliche Griffe zum Herausnehmen haben. Das können z.B. runde Griffringe oder lange Stiele zum Kürzen sein. Ich empfehle dir auf jeden Fall den kürzbaren Stiel! Nichts ist schlimmer als ein runder Nubsi, der dich da unten drückt und zwickt.

Meiner Erfahrung nach hängt es geburtenunabhängig auch einfach vom Körper der Frau ab, welche Tasse am Ende die Richtige ist. Ich z.B. habe noch keine Kinder, bin eher unsportlich und habe eine stärkere Blutung – und ich komme wunderbar mit der kleinen Version der organicup zurecht.

Die richtige Anwendung von Menstruationstassen

Nachdem du die richtige Tasse in der richtigen Größe gefunden hast, kommt jetzt die eigentliche Herausforderung: Das Einsetzen.

Hier gibt es verschiedene Faltmethoden, die zum Ziel führen, und die du für dich austesten kannst.

C-Faltung (Herz-Faltung):

Menstruationstasse C Faltung in Hand

Die Tasse wird, wie der Name schon sagt, in eine C-Form (Herzform) gefaltet. Sie ist somit recht kompakt zum Einführen, muss sich aber auch mühsamer wieder auseinanderfalten. Dennoch ist dies meine Lieblingsfaltung.

S-Faltung:

Menstruationstasse in S gefaltet in Hand gehalten

Hier wird die Tasse noch kompakter gefaltet. Die S-Form kann besonders für schmal gebaute Frauen von Vorteil sein. Ich persönlich finde diese Faltmethode allerdings extrem anstrengend und kompliziert. Als wir das Bild gemacht haben, habe ich einen Krampf in der Hand bekommen. Das sind keine guten Voraussetzungen, um das Ding dann auch noch unten einzuführen.

Muschel-Faltung:

Organic Cup Mentruationstasse Muschelfaltung in Hand

Eine Seite der Tasse wird mit dem Finger eingeknickt, wodurch sie sich recht einfach einführen lässt, aber sich ggf. beim Einführen auch mal eigensinnig wieder auffaltet.

Dreiecks-Faltung:

Menstruationstasse Dreieck Faltung in der Hand gehalten

Die Tasse wird schmal zusammengefaltet und eine Seite abgeknickt. Von Vorteil ist, dass sie nach dem Einführen schön leicht aufploppt. Diese Falttechnik ist mir persönlich beim Einführen zu umständlich, da sich die Tasse dabei gerne Verselbstständigt.

Ich persönliche habe mich nach langem Rumprobieren bei der C-Faltung eingefunden. Das war einfach intuitiv die Technik, mit der ich am besten zurechtgekommen bin. Seltsamerweise funktioniert bei der C-Faltung das Entfalten nicht immer richtig. Dann verwende ich meist die Muschelfaltung.

Das richtige Einführen

So. Jetzt geht’s ans Eingemachte. Denn das Einführen deiner auserwählten Menstruationstasse ist anfänglich vermutlich die größte Herausforderung. Aber keine Panik! Mit der richtigen Technik ist alles halb so wild.

Die korrekte Körperhaltung ist neben der Faltmethode kriegsentscheidend für das erfolgreiche Einführen deiner Menstruationstasse. Hersteller empfehlen hier verschiedene Varianten: In der Hocke, ein Bein auf den Badewannenrand hochgestellt, oder auf der Toilette. 
Wichtig ist, dass du möglichst entspannt bist, und sich dein Beckenboden nicht verkrampft.

Ein interessanter Tipp: Wenn du die Kiefermuskulatur entspannst, entspannt sich auch deine Beckenbodenmuskulatur.

Für mich persönlich ist das Wechseln auf der Toilette am angenehmsten. Auch beim Ausführen. So kann die Tasse direkt geleert, gesäubert und wieder eingeführt werden, ohne dabei im Bad rumzulaufen.

Deine Menstruationstasse muss vor jeder initialen Benutzung in kochendem Wasser sterilisiert werden. Als ich noch Tassen-Neuling war, dachte ich ich muss dieses Prozedere während der Periode jeden Tag vor dem erneuten Einsetzen durchführen. Dem ist aber zum Glück nicht so. Es reicht, wenn du die Tasse zu Beginn und zum Ende deiner Periode auf diese Art reinigst. Für die Reinigung während den Tagen kannst du sie einfach mit einer speziellen Pflege oder z.B. einer Intimpflege reinigen. Für unterwegs geht auch mal eine Reinigung mit Wasser oder das Auswischen mit Klopapier.

FAQ – Meine persönlichen Erfahrungstipps

Welche Größe von Menstruationstassen ist die Richtige?

Als geburtenunerfahrene Person würde ich dir blutungsunabhängig erst einmal zu einer kleinen Menstruationstasse raten. Du kennst deinen Körper und die Anatomie deiner Nana aber am Besten. Entscheide also auch hier intuitiv. Im Zweifel musst du zwei oder drei Tassen kaufen, bis die Richtige gefunden ist. Das Geld ist aber bereits nach einem Jahr wieder drin.

Menstruationstasse mit Stiel oder Ring?

Definitiv ein kürzbarer Stiel! Schneide beim ersten Kürzen nicht zu viel ab, sondern taste dich nach und nach an die perfekte Länge ran. Solange du die Tasse am Scheideneingang spürst, ist der Stiel zu lang.

Wie viele Luftlöcher muss meine Menstruationstasse haben?

Ich empfehle dir darauf zu achten, dass deine Menstruationstasse genügend Luftlöcher hat. Diese sind extrem wichtig für die Vakuumbildung. Meine erste Tasse von dm hatte nur zwei Löcher und hat irgendwie nie ein vernünftiges Vakuum ausgebildet. So ist immer alles daneben gelaufen. Deswegen hatte ich zunächst auch keine Lust mehr auf die Menstruationstasse. Meine neue Tasse von organicup hat 6 Luftlöcher und sitzt im Handumdrehen perfekt. Sie ist außerdem super umweltfreundlich verpackt und besteht aus 100% medizinischem Silikon. Kleiner Nachteil: Sie ist transparent und kann sich mit der Zeit etwas verfärben.

Wie setze ich die Menstruationstasse richtig ein?

Die Position, in der du deine Tampons einführst, wird auch die richtige Position für das Einführen der Menstruationstasse sein. Mein Tipp: Sitzend auf der Toilette bist du super entspannt.
Lass dich nicht stressen, wenn das Einsetzen bei den ersten Versuchen nicht sofort funktioniert. Ich verwende meine Organicup nun seit ca. 6 Zyklen und bin immer noch kein Profi. Es wird aber von Mal zu Mal besser. Ich empfehle dir die ersten Tassenversuche zuhause oder an einem Wochenende zu starten. Am Anfang kannst du dich auch noch mit Slipeinlagen absichern. Sobald du dich sicher genug fühlst, kannst du deine Tasse dann auch ins Büro oder zum Sport ausführen.
Wenn deine Menstruationstasse nicht richtig „flutschen“ will, kannst du sie vorher mit Wasser anfeuchten. Das hilft enorm beim Einführen.
Nimm dir auf jeden Fall ein bisschen Zeit für das Einsetzen. Am besten machst du das in deinem heimischen Örtchen morgens und abends. Das reicht vollkommen und du bist nicht im Stress oder musst Angst vor Keimen haben (hilft beim Entspannen).

Wie reinige ich die Menstruationstasse richtig?

Vor dem initialen Einsetzen deiner neuen Menstruationstasse musst du sie für 4 bis 5 Minuten in kochendes Wasser legen.
Für die Zwischenreinigung verwende ich aktuell noch das spezielle Reinigungsmittel von organicup und die Reinigungstücher für unterwegs. Ich plane allerdings auf eine reguläre Intimpflege umzusteigen, und meine Tasse unterwegs einfach mit normalem Klopapier bzw. Wasser zu reinigen.
Zur finalen Reinigung der Tasse verwende ich einen dedizierten „Menstruationstassenkochtopf“, koche die Menstruationstasse 4 bis 5 Minuten ab, und lagere sie danach in der mitgelieferten Baumwolltasche ein. Sie wohnt dann bis zur nächsten Verwendung in meiner Handtasche und ist somit immer griffbereit.

Wie sitzt die Menstruationstasse richtig?

Deine Tasse sitzt richtig, wenn sie kurz hinter dem Scheideneingang sitzt, und nicht zu nah am Muttermund (also ganz hinten in der Scheide). Du solltest mit einem sauberen Finger (ich nehme den Zeigefinger) einmal um den Tassenrand fahren: Fühlt sich die Tasse rund und entfaltet an, ist alles tutti. Ist der Rand der Menstruationstasse eingeknickt. Musst du noch einmal korrigieren, sonst wird das Blut nicht richtig aufgefangen.

Wie korrigiere ich den Sitz der Menstruationstasse?

Es gibt zwei Möglichkeiten. Du kannst entweder mit einem sauberen Finger um den Rand der eingeführten Menstruationstasse fahren und dabei den Scheidengang etwas weiten, sodass die Tasse Luft einsaugen kann, und sich das Vakuum bilden kann. Oder du entfernst die Menstruationstasse noch einmal komplett, und versucht dieselbe Faltung erneut oder eine komplett andere Faltmethode.
Es ist bei mir tatsächlich auch tagesformabhängig, ob eine Faltung funktioniert, und ob sich direkt ein Vakuum ausbildet oder nicht. Das ist vollkommen ok. Du darfst dich davon nicht stressen lassen. Deswegen am besten immer zuhause in Ruhe deinen Tassenwechsel vornehmen.

Wieso macht meine Menstruationstasse nicht „plopp“?

In vielen Beschreibungen und Videos zu Menstruationstassen lese und höre ich, dass die Menstruationstasse nach dem Einsetzen mit einem „Plopp!“ aufspringt. Auf dieses „Plopp!“ warte ich bis heute vergeblich. Ich vermute, dass das alles wieder mal anatomisch bedingt ist, und nicht bei jedem funktioniert. Bei mir hat die Tasse noch nie satt geploppt. Bei mir ist es eher ein leichtes Zischen bzw. Sauggeräusch. Aber auf das Geräusch kommt es glücklicherweise nicht an. Wichtig ist nur, dass die Menstruationstasse ein Vakuum ausbildet und richtig sitzt. Das Geräusch beim Entfalten hat keinerlei Einfluss auf die Sicherheit oder den perfekten Sitz der Menstruationstasse.

Ist das Vakuum der Menstruationstasse schädlich?

Damit die Menstruationstasse richtig sitzt, muss sich ein Vakuum bilden. Nur so ist die Tasse wirklich auslaufsicher. Aber keine Sorge! Das Vakuum ist nicht schädlich und deine Menstruationstasse kann deswegen nicht „steckenbleiben“. Das gebildete Vakuum lässt sich jederzeit ganz leicht lösen, indem du deine Menstruationstasse mit einem oder zwei Fingern leicht eindrückst.

Dein Feedback und weitere interessante Artikel zum Thema „Zero Waste“

Ich hoffe dieser Bericht konnte dich von der Menstruationstasse als müllfreie Tamponalternative überzeugen, oder hat dich zumindest zu einer Testphase motiviert.

Falls du noch Fragen hast, kannst du mir gerne einen Kommentar da lassen oder mir eine private Nachricht auf instagram (@fairlis.de) schreiben.

Weitere interessante Artikel zum Thema „Zero Waste“ findest du in unserer gleichnamigen Kategorie auf unserem Blog. Oder interessierst du dich für nachhaltige Marken und Online Shops? Dann könnte unser „Fair Shopping“ Bereich etwas für dich sein.

Und hier noch einmal alle Fakten zu Menstruationstassen zusammengefasst als Grafik, teile sie gerne auf Pinterest (@fairlis.de):

Infografik zu Menstruationstassen

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Menstruationstassen Ratgeber

Viel Liebe von mir an dich. Deine Caro.

5 KOMMENTARE

  1. Hallo,
    Vielen Dank für den ausführlichen Bericht!! Ein paar Tipps habe ich gleich umgesetzt und es hat mir die Nutzung sehr erleichtert.
    Liebe Grüße Mikathrin

    • Hallo liebe Mikathrin,

      das freut mich sehr, dass dir die Tipps geholfen haben.❤ Falls du noch weitere Fragen hast, kannst du dich gerne jederzeit melden. Gerne auch über Instagram (@fairlis.de).

      Viele liebe Grüße
      Caro

  2. Hallo Caro,

    ich bin sehr dankbar für deinen Bericht! Hoffe das er mehr Frauen dabei hilft auf die Menstruationstasse umzusteigen! Am Anfang hatte ich auch berührungsängste. Aber das Konzept hat mich überzeugt und man muss sich wirklich nur Zeit nehmen. Ich habe eine Tasse von dm mit zwei Luftlöchern und runden Henkel zum rausziehen! Komme damit super zurecht. Das war die erste die ich gekauft habe und bis jetzt die einzige. Ich habe zwei Kinder und habe auch die kleine genommen, obwohl ich finde das ich eine starke Blutung habe. Es klappt super damit!
    Es tut unsere Umwelt und unseren Körpern nur gut eine Menstruationstasse zu benutzen!! Ich hoffe das den Blog viel lesen und die Angst verlieren!

    Ganz liebe Grüße
    Saskia

    • Liebe Saskia,

      danke für deinen tollen Kommentar.❤ Ich freue mich sehr, dass dir unser Ratgeber gefallen hat! Ich hoffe auch, dass noch viele Frauen ihre Berührungsängste mit der Menstruationstasse verlieren und den Umstieg schaffen. Wie du sagst, es ist gut für die Umwelt und vor allem auch gut für unsere Körper. Die Tasse von dm hat bei mir z.B. nicht gut funktioniert. Das ist mal wieder ein Beweis dafür, dass jeder Frauenkörper anders ist, und man einfach mit etwas Geduld verschiedene Modelle testen muss, bis man das für sich passende gefunden hat.

      Wenn du möchtest, kannst du den Ratgeber gerne jederzeit mit deinen Freundinnen oder auf Social Media teilen.❤

      Ganz liebe Grüße an dich zurück,
      Caro

  3. Vielen Dank für den tollen Ratgeber. Ich habe die Lunette-Menstasse und habe immer noch etwas Schwierigkeiten mit dem rausholen. Ich werde jetzt mal noch eine andere Marke ausprobieren. „Plopp“ hat es bei mir auch noch nie gemacht 😉 Ob die Tasse richtig sitzt finde ich schwer zu beurteilen, als Backup verwende ich Periodenunterwäsche (so was: femtis.de) oder Stoffbinden. Damit habe ich gute Erfahrungen gemacht und es ist es auch nicht tragisch wenn mal ein bisschen daneben geht, ist immer noch angenehmer als ständig Binden oder Tampon wechseln zu müssen.
    Als größten Vorteil von Menstruationstassen finde ich, dass es die Scheide nicht so austrocknet. Mit Tampons habe ich oft Probleme bekommen (Juckreiz etc. weil alles so trocken war).

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