Essen. Es steht im Mittelpunkt unseres Lebens und unserer Traditionen. Weihnachtsbraten, Silvester-Raclette, Hochzeitsuppe und Geburtstagstorte. Jeder besondere Anlass dreht sich um Essen und Schlemmerei.

Auch im Alltag dreht sich unser Tagesablauf meist um die nächste Mahlzeit. Nach einem stressigen Arbeitstag belohnen wir uns mit unserem Lieblingsessen und sonntags gibt es sowieso immer etwas Besonderes.

Was uns häufig nicht bewusst ist: Unsere Lieblingsgerichte, die wir so sehr schätzen und teilweise sogar für gesund halten, können uns im Gegenteil sogar krank machen.

Tausende Forscher und Mediziner haben in zahlreichen Studien nachgewiesen: Der hohe Fleischkonsum und Konsum verarbeiteter Lebensmittel in unserer Gesellschaft ist einer der Hauptursachen für unsere häufigsten Zivilisationskrankheiten. Dazu gehören Übergewicht, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, ein erhöhter Cholesterinwert und Krebs.

Auch andere tierische Produkte, wie Milchprodukte und Eier, wirken sich aufgrund ihrer Zusammensetzung negativ auf deine Gesundheit aus.

„Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fand heraus, dass in Deutschland rund ein Drittel aller Kosten im Gesundheitswesen durch Krankheiten verursacht werden, die direkt oder indirekt durch Ernährungsfaktoren begünstigt werden.“ (Quelle: Albert Schweitzer Stiftung)

Aber anstatt die Ursachen zu bekämpfen bzw. die Menschen darüber aufzuklären, was eine gesunde Ernährung ist und welche Lebensmittel bestimmte Krankheiten verursachen, werden sie einfach weiter nur gegen ihre Symptome behandelt.

Und das obwohl die Ursachenbekämpfung ganz einfach und logisch ist. Nämlich die Umstellung von einer tierischen hin zu einer pflanzenbasierten Ernährung. Eine vollwertige, pflanzenbasierte Ernährung versorgt den Körper mit nahezu allen wichtigen Nährstoffen (Ausnahme Vitamin B12) und soll zusätzlich die oben genannten Zivilisationskrankheiten verhindern können, oder teilweise sogar rückgängig machen. Zusätzlich hat sie noch enorm positive Auswirkungen auf die Umwelt und die Tiere.

Disclaimer: Die Aussagen dieses Artikels sind kein Ersatz für professionellen ärztlichen Rat. Du solltest deinen Arzt aufsuchen, wenn du Beschwerden hast, ein Trainingsprogramm aufnehmen oder deine Ernährung ändern willst. Alle hier genannten Informationen wurden von uns aus den Dokumentationen „What the Health“ und „Forks over Knifes“ so wie aus dem Buch „The China Study“ zusammengefasst und anhand eigener Recherche geprüft. Wir sind jedoch selbst keine Ärzte oder Ernährungsberater.

Übergewicht

Jeder zweite Deutsche ist übergewichtig – hat also einen BMI über 25. Insgesamt galten im Jahr 2017 48,5 % als übergewichtig. Der Anteil bei den Frauen ist dabei mit 38,7 % deutlich kleiner als bei den Männern mit 57,7 %. (Quelle: Statistisches Bundesamt)

Grund ist unsere westliche Ernährung mit vielen verarbeiteten Produkten voller Fett und Zucker und vielen tierischen Produkten. Preiswerte, leckere aber kalorienreiche Lebensmittel und Getränke sind quasi überall und jederzeit verfügbar. Dazu kommt der Bewegungsmangel in unserer Gesellschaft. Viele Menschen sitzen quasi den ganzen Tag und ernähren sich zusätzlich zu kalorienreich. Die Folge ist ein schnell oder langsam über die Jahre steigendes Gewicht. In Studien korreliert ein höherer BMI außerdem mit einer gesteigerten Zufuhr an Protein und tierischen Fetten.

Unsere Gesellschaft wird immer dicker. Dabei ist es wichtig, Übergewicht zu vermeiden, denn mit steigendem Übergewicht erhöht sich auch das Risiko für bestimmte Krankheiten wie z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes Typ 2, Bluthochdruck, uvm. Hinzu kommt eine eingeschränkte Beweglichkeit und damit auch eine geringere Lebensqualität.

Grafik Entwicklung von Übergewicht in Deutschland
Quelle: Statistisches Bundesamt – Indikatorenbericht 2018

Positive Auswirkungen veganer Ernährung auf Übergewicht

  • Vegan lebende Menschen neigen deutlich weniger zu Übergewicht, als Menschen, die sich mit tierischen und pflanzlichen Produkten (Mischkost) ernähren.
  • Vegane Kost hat meist einen höheren Anteil an komplexen Kohlenhydraten und Ballaststoffen. Somit bist du nach einem veganen Gericht in der Regel länger satt, vorausgesetzt es besteht aus eben solchen Kohlenhydraten und Ballaststoffen.
  • Wenn du dich vegan ernährst, musst du automatisch viel bewusster Einkaufen. Der Blick auf die Inhaltsstoffe wird zur Routine und zeigt dir auch direkt versteckten Zucker und zu hohe Kalorien- und Fettwerte auf.
  • Außerdem enthalten vegane, vollwertige Gerichte insgesamt weniger Fett und Zucker und liefern so bei gleichem Volumen viel weniger Energie (Kalorien) als Mischkost.

Cholesterin

„Cholesterin ist eine lebenswichtige fettähnliche Substanz aus der Gruppe der sog. Sterine. Die Sterine wiederum gehören zu den Lipiden. Und zur grossen Familie der Lipide gehören u. a. auch die Fette.“ (Quelle: Zentrum der Gesundheit).

Obwohl im ersten Satz steht, dass Cholesterin lebenswichtig ist, hat es bekanntermaßen einen sehr schlechten Ruf. Es soll unserem Körper enorm Schaden und für viele Krankheiten und sogar an Herzinfarkten und Schlaganfällen beteiligt sein. Das ist so auch richtig, aber nur, wenn Cholesterin im falschen Verhältnis bzw. in der falschen Menge in unserem Körper unterwegs ist. Denn eigentlich stellt unser Körper das lebensnotwendige Cholesterin in ausreichender Menge selbst her.

Im menschlichen Körper hat Cholesterin (in der richtigen Menge) wichtige Aufgaben und Funktionen:

  • Cholesterin ist Bestandteil der Zellmembranen.
  • Es ist mitverantwortlich für die Zellspannung und die Durchlässigkeit der Zellmembran und daher wichtig für den Nährstoffaustausch und die Abgabe von Stoffwechsel-Endprodukten.
  • Cholesterin ist außerdem ein wichtiges „Reparaturmolekül“ für kaputte Zellwände.
  • Es wird zur Gallesäurenherstellung benötigt, welche in der Leber stattfindet
  • Es ist wichtig für die Produktion von Hormonen wie z.B. Östrogen, Testosteron und Cortisol.
  • Cholesterin wird zudem für die Herstellung von Vitamin D benötigt.

Und wieso leiden in Deutschland dann fast 60% der Menschen unter einem erhöhten Cholesterinwert bzw. was ist, bei all den positiven Aufgaben von Cholesterin, überhaupt das Problem daran?

Nun, hier musst du zunächst verstehen, dass es zwei Arten von Cholesterin gibt. Beide haben ihre Funktionen im Körper und sind daher – im richtigen Verhältnis und der richtigen Menge im Blut – notwendig für bestimmte körperliche Funktionen. Gibt es aber ein Ungleichgewicht, kann es zu Problemen kommen…

Das „gute“ und das „schlechte“ Cholesterin

Cholesterin ist nicht wasserlöslich. Damit unser Körper den Stoff trotzdem aus der Leber über das Blut ins Gewebe (die Zellen) transportieren kann, wird das Cholesterin an Eiweiße (Lipoproteine) gebunden. Diese Fett-Eiweiß-Verbindungen sind die Transportform des Cholesterins und nennen sich je nach Höhe des Fettanteils „HDL Cholesterin“ (High Density Lipoprotein) und „LDL Cholesterin“ (Low Density Lipoprotein). Die Transportwege und Zusammensetzung dieser Fett-Eiweiß-Verbindungen sind unterschiedlich.

Das „gute“ HDL Cholesterin, welches Cholesterin über das Blut wieder zur Leber transportiert und von dort aus ausgeschieden werden kann, transportiert kleine Mengen Cholesterin.

Das LDL Cholesterin ist das „schlechte“ Cholesterin. Es hat die Aufgabe Cholesterin von der Leber zurück ins Blut zu transportieren. Es kann dabei 46% Cholesterin im Gepäck haben. HDL, welches Cholesterin von den Gefäßen zurück zur Leber transportiert, trägt nur 18% Cholesterin mit sich. Ist zu viel Cholesterin im Blut, kann es nicht in ausreichender Menge vom HDL Cholesterin zurück in die Leber transportiert werden. Es erhöht sich der Cholesterinwert (Bluttfettwert) im Blut. Zusätzlich führen wir Cholesterin mit der Ernährung in den Körper und ins Blut.

Gründe für einen erhöhten Cholesterinwert

Ein erhöhter Cholesterinspiegel kann verschiedene Ursachen haben, wie z.B. Gendefekte oder Störungen an den Rezeptoren.

In den Industrieländern liegt die Ursache eines erhöhten Cholesterinwerts jedoch häufig in der westlichen Ernährung, welche auf tierischen Produkten wie Fleisch, Milch, Käse und Eiern basiert.

Cholesterin ist nämlich in tierischen Produkten, also in Milch- und Fleischprodukten, in sehr hohen Mengen enthalten.

Durch die hohen Mengen an Milchprodukten, Eiern und Fleisch in unserer westlichen Mischkost, nehmen wir viel zu hohe Mengen Cholesterin auf und haben als Folge zu viel davon im Blut. Der Abtransport funktioniert dann nicht schnell genug und es kann sich in den Gefäßen ablagern.

Zudem sind tierische Lebensmittel arm an Ballaststoffen. Dabei helfen Ballaststoffe den Cholesterinwert zu senken: Ballaststoffe fördern Gallensäure, welche aus Cholesterin in der Leber produziert wird, mit dem Stuhl aus unserem Körper. Gallensäuren werden aber für die Verdauung von Fett benötigt. Also muss der Körper diese Säure nachproduzieren, wofür er eben Cholesterin brauch. Das holt er sich aus dem Blut. Unsere Bluttfettwerte sinken und werden ausgeglichen.

Eine Ernährung basierend auf tierischen Produkten ist in der Regel sehr arm an Ballaststoffen, da zumindest die tierischen Produkte selbst keine bzw. kaum Ballasststoffe enthalten. Dafür enthalten diese Lebensmittel viel Fett und viel schlechtes Cholesterin. Der Körper hat aber bereits die ausreichende Menge an Gallsäure für die Fettverdauung, benötigt also kein zusätzliches Cholesterin. Die Blutfettwerte steigen weiter an.

Gesundheitliche Folgen eines erhöhten Cholesterinwertes

Bei einer erhöhten Zufuhr von Cholesterin durch die Ernährung kann es also leicht zu einem Überschuss an Cholesterin im Blut kommen. Dabei bleibt das überschüssige Cholesterin an den Wänden der Blutgefäße kleben und führt zu sogenannten „Gefäßverkalkungen“ (Plaque). Diese Verkalkungen führen zu einer Verengung der Gefäße (Arteriosklerose). Gesundheitliche Folgen sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Herzinfarkte, Schlaganfälle und erhöhter Blutdruck. Außerdem senkt Arteriosklerose die komplette Leistungsfähigkeit.

Positive Auswirkungen veganer Ernährung auf den Cholesterinwert

  • Pflanzliche Produkte enthalten nur geringe Spuren an Cholesterin, es kann also nicht zu einem ernährungsbedingten Cholesterinüberschuss im Blut kommen
  • Veganer haben laut Studien einen durchschnittlich geringeren Cholesterinwert (sowohl Gesamt- als auch LDL-Cholesterin) im Vergleich zu Fleischessern
  • Vegane Kost ist reich an Ballaststoffen und ungesättigten Fettsäuren, welche dem Körper helfen Cholesterin auszuscheiden
  • Vegane Ernährung ist arm an gesättigten Fettsäuren
  • Wenn du deine Ernährung von Mischkost auf vegane Kost umstellst, kannst du schon nach wenigen Wochen deinen Cholesterinwert auf ein normales Niveau senken

Diabetes

Heutzutage leiden ungefähr 315 Millionen Menschen an Diabetes. Und die Zahl der Diabetes-Erkrankten soll in den nächsten Jahren sogar noch steigen, vorausgesetzt wir ändern nichts an unserem Lebensstil.

Die Deutsche Diabetes Stiftung schätzt, dass allein in Deutschland derzeit 8,2 Millionen Diabetiker leben. Davon knapp 80 % mit Typ-2-Diabetes. Die Dunkelziffer der bisher nicht bekannten Fälle wird auf weitere 3 Millionen geschätzt.

Diabetes Typen

Es gibt zwei Formen von Diabetes. Diabetes Typ 1 und Diabetes Typ 2.

„Typ-1-Diabetes ist eine Autoimmunkrankheit, bei der Betroffene kein oder nur kaum eigenes Insulin produzieren. Sie müssen es deswegen spritzen, um akute Stoffwechselentgleisungen sowie langfristige Folgeschäden zu verhindern. Der Typ-1-Diabetes bildet sich oft schon im Kindes- und Jugendalter.“ (Quelle: Diabetes Ratgeber)

Typ-2-Diabetes ist eine chronische Stoffwechselkrankheit, bei welcher der Blutzuckerspiegel erhöht ist. Grund dafür ist eine Insulinresistenz. Die Körperzellen sprechen schlechter auf das Hormon Insulin an und Zuckermoleküle werden nicht in die Zellen transportiert. Dadurch sammelt sich der Zucker in den Blutgefäßen an.

Ursachen für Diabetes Typ 2 sollen neben genetischer Veranlagung vor allem Bewegungsmangel und Übergewicht sein. Sehr negativ wirkt sich außerdem eine stark fetthaltige Ernährung auf Diabetes Typ 2 aus. Denn durch die erhöhte Fettzufuhr bilden die Muskelzellen winzige Fettteilchen, die dazu führen, dass natürlicher Zucker, der durch die Nahrung aufgenommen wird, nicht mehr in die Zellen gelangen kann. So nimmt die Konzentration von Zucker im Blut zu.

Häufig wird ein erhöhter Konsum von Zucker mit Diabetes in Verbindung gebracht. Zucker alleine ist aber nicht der Verursacher von Diabetes, sondern das was in zuckerhaltigen Lebensmitteln meist noch vorhanden ist: gesättigte Fettsäuren (das böse Fett). Zucker lockt uns nur zu diesen fetthaltigen Produkten (Süßigkeiten, Keksen & Co.). Außerdem führt eine stark zuckerhaltige Ernährung wiederum zu einem Überschuss an Kalorien und damit zu Übergewicht.

Positive Auswirkungen veganer Ernährung bei Diabetes

  • Eine ausgewogene, vollwertige vegane Ernährung ist sehr arm an raffiniertem Zucker, enthält kaum gesättigte Fettsäuren und ist reich an Ballaststoffen und komplexen Kohlenhydraten.
  • Diese Faktoren verringern das Risiko, überhaupt an Diabetes zu erkranken, und können bereits erkrankten Menschen helfen, diese Krankheit wieder in den Griff zu bekommen.
  • Auch Menschen mit Typ-1-Diabetes profitieren von einer veganen Ernährung. Lies hierzu den Erfahrungsbericht von catgoesvegan.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Herz-Kreislauf-Erkrankungen (kardiovaskuläre Krankheiten) sind weltweit die häufigste Todesursache. Jedes Jahr sterben weltweit 17 Millionen Menschen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Diese Zahl ist genau so hoch, wie wenn jedes Jahr, jeden Tag und zu jeder Stunde vier Jumbojets abstürzen würden.

In Deutschland sind über 40% der Todesfälle auf kardiovaskuläre Erkrankungen zurückzuführen. Am häufigsten ist der akute Herzinfarkt. Und die Zahl der Todesfälle steigt weiter an. (Quelle: Statistisches Bundesamt)

Ursachen für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Bei den Ursachen für Herz-Kreislauf-Erkrankungen spielt neben genetischer Veranlagung vor allem der Lebensstil eine große Rolle.

Das Doccheck Flexikon schreibt: „Die Gründe für kardiovaskuläre Erkrankungen sind vielseitig. Es handelt sich um typische Zivilisationskrankheiten, die durch eine Reihe von Faktoren, die so genannten „kardiovaskulären Risikofaktoren“ begünstigt werden. Dazu zählen unter anderem:

  • Alter
  • Übergewicht (Adipositas)
  • Bluthochdruck (arterielle Hypertonie)
  • Erhöhter Cholesterinspiegel (Hypercholesterinämie)
  • Diabetes
  • Alkoholkonsum
  • Rauchen.“

Wie du sehen kannst, sind einige Faktoren dabei, die in direktem Zusammenhang mit dem Verzehr tierischer Produkte stehen. So z.B. Übergewicht und ein erhöhter Cholesterinwert.

Mit der Zeit lagert sich das Cholesterin in den Koronararterien ab, und behindert den Blutfluss zum Herzen (Arteriosklerose ). Dies führt dann zu Bluthochdruck und im schlimmsten Fall zu Schlaganfällen und Herzinfarkten.

Viele Menschen sind sich nicht bewusst, wie stark der Einfluss ihrer Ernährung auf die Entstehung von Herz-Kreislauf-Krankheiten ist. Dabei gibt es bereits zahlreiche Studien die belegen, dass tierische Produkte das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen stark erhöhen.

Ein historisches Beispiel, welches diese Aussage bestätigt und vom Herzchirurgen Dr. Esselstyn entdeckt wurde:

Im zweiten Weltkrieg besetzten die Deutschen Norwegen. Gleich zu Beginn konfiszierten sie den gesamten Viehbestand, um ihre Truppen zu ernähren. Die Norweger waren also gezwungen, sich vorwiegend pflanzlich zu ernähren. Betrachtest du nun die Todesfälle durch Herzinfarkt und Schlaganfälle direkt vor dieser Zeit in Norwegen, dann siehst du, dass die Zahl von 1927 mit ca. 24% der Todesfälle in 10.000 Personen, bis 1939 auf ca. 29% ansteigt. Sofort nach der Besetzung in den folgenden Jahren 1940 bis 1945 sank die Todesrate drastisch zurück auf 24%.
Mit dem Ende der Besetzung im Jahr 1945 erhielten die Norweger ihr Vieh zurück, also auch ihr Fleisch und ihre Milchprodukte. Und sofort stieg die Anzahl der Todesfälle aufgrund Herzerkrankungen wieder an (auf bis zu 30%).

Weitere Zahlen belegen: Der Verzehr von Fleisch erhöht das Risiko an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erkranken. Eine Studie in den USA mit mehr als 500.000 Teilnehmern belegte, dass bei Männern mit dem höchsten Fleischverzehr das kardiovaskuläre Sterblichkeitsrisiko um 27 % und bei Frauen um 50 % erhöht war, verglichen mit dem niedrigsten Verzehr. Je mehr rotes und verarbeitetes Fleisch verzehrt wurde, desto größer wurde das Risiko.

Auch ein hoher Verzehr von Eiern und Milchprodukten steigerte das Risiko an kardiovaskuläre Krankheiten zu erkranken. Eine Studie zeigt, dass ein Ei am Tag so ungesund ist, wie 5 Zigaretten zu rauchen. Das Eigelb eines Hühnereis enthält gesättigte Fettsäuren (das böse Fett) und Cholesterol in höchster Konzentration. Es ist dazu da ein Küken in 21 Tagen zu ernähren, bis es schlüpft. Ei ist pures Fett und Cholesterin. Durch den täglichen Verzehr steigt der Cholesterinspiegel an. Eigentlich ist nichts gesund daran, ein Eigelb zu essen.

Positive Auswirkungen veganer Ernährung auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen

  • Vegan lebende Menschen weisen seltener Risikofaktoren für Atherosklerose auf und erkranken bzw. sterben seltener an koronarer Herzkrankheit.
  • Eine vegane Ernährungsweise fördert die arterielle Gesundheit aufgrund der geringeren Zufuhr an Kalorien und Fett, einem besseren Verhältnis zwischen gesättigten und ungesättigten Fettsäuren, sowie durch den höheren Verzehr von Gemüse, Obst, Vollkorngetreide und Nüssen.
  • Nichtrauchen und mehr Bewegung senken das Risiko kardiovaskulärer Erkrankungen ebenfalls, haben aber nichts direkt mit veganer Ernährung zu tun.
  • Mit einem veganen Lebensstil kannst du Herz-Kreislauf-Erkrankungen gar nicht erst entstehen lassen, oder sogar wieder rückgängig machen, da die Verkalkung der Arterien bei einem sinkenden Cholesterinspiegel im Blut mit der Zeit wieder zurückgehen.

Krebs

Uns ist bewusst, dass Krebs ein sehr heikles Thema ist. Aussagen zu Prävention oder gar Heilung sollten oder wollen wir hier besser nicht treffen, auch wenn es nach unserer Recherche bereits einige Studien gibt, die das belegen sollen. Wer sich genauer mit den Auswirkungen von veganer bzw. tierischer Ernährung auf die Entstehung von Krebs auseinandersetzen möchte, dem empfehlen wir die Dokumentationen „What the Health“ und „Forks over Knives“, oder das Buch „Die China Studie“.

Für diesen Artikel wollen wir nur kurz auf das Thema eingehen.

Mögliche Ursachen von Krebs

Viele Menschen glauben, dass das Risiko an Krebs zu erkranken ausschließlich von den Genen bestimmt wird, oder durch Rauchen und anderen Kontakt zu Karzinogenen gefördert wird.

Das ist so nur zum Teil richtig. Tatsächlich sind nur 5-10% von Krebs genetisch bedingt. Jeder Krebs wird durch eine DNA Mutation verursacht. Diese Mutation kann die erste Krebszelle verursachen, die aber so noch niemanden umbringt. Riskant wird es, wenn die Mutationen sich fortsetzen und wir irgendwann Millionen von Krebszellen in unserem Körper haben. Die Wachstumsfaktoren für Krebszellen in unserem Körper sind also ausschlaggebend.

Dies kann der Kontakt zu sogenannten Karzinogenen, also krebsfördernden Stoffen, sein. Rauchen ist z.B. ein Karzinogen ersten Grades, also hoch krebserregend.

Ein Wachstumsfaktor ist zudem das krebsfördernde Wachstumshormon IGF-1. Dieses Wachstumshormon ist an jedem Stadium der Krebszelle, also Wachstum, Verbreitung und Metastasen, beteiligt.

Jedes tierische Protein steigert den IGF-1-Spiegel. Milch und Milchprodukte sind voller Hormone und werden daher mit vielen Krebsarten in Verbindung gebracht, die an Hormone gebunden sind. So z.B. Brustkrebs, Prostatakrebs, Gebärmutterkrebs.

Studien belegen, dass Milchprodukte bei Männern das Risiko an Prostatakrebs zu erkranken um 34% erhöhen können. Bei Frauen, die Brustkrebs hatten, kann eine Portion Vollmilch am Tag das Risiko an der Krankheit zu sterben um 49% erhöhen.

Die Weltgesundheitsorganisation hat über 800 Studien aus 10 verschiedenen Ländern untersucht und fand einen direkten Zusammenhang zwischen Krebs und dem Verzehr von verarbeitetem Fleisch. Die Weltgesundheitsorganisation klassifiziert verarbeitetes Fleisch als Gruppe 1 der Karzinogene. Das ist dieselbe Gruppe wie Zigaretten, Asbest und Plutonium. Rotes Fleisch wird als Krebserreger der zweiten Gruppe gezählt.

Experten bestätigten, dass der tägliche Verzehr von nur 50 g Industriefleisch das Darmkrebsrisiko um 18 % erhöht.

Der Einfluss von tierischen Produkten auf die Entstehung von Krebs scheint also nicht gerade trivial zu sein. Demnach kann sich eine vegane, vollwertige Ernährung positiv auf die Entstehung von Krebs auswirken, indem es das Risiko niedrig hält, überhaupt daran zu erkranken.

Wie gesagt möchten wir dir hier aber ganz dringend die Dokumentationen „What the Health“ und „Forks over Knives“ ans Herz legen. Außerdem ist „Die China Studie“ ein fantastisches Buch, welches im Detail und hoch wissenschaftlich die Ergebnisse der größten Studie zum Thema „Krebs und Ernährung“ aufzeigt.

Milchprodukte und ihre Auswirkungen auf deine Gesundheit

Kuhmilch ist keine Menschenmilch

Viele Menschen, auch „Nicht-Veganer“ sind sich immer einiger, dass Kuhmilch für den Menschen nicht gesund ist. Und das ist eigentlich auch mega logisch. Denn Kuhmilch ist eigentlich Muttermilch für Kälber.

Sie ist vollgepackt mit Stoffen, die einer kleinen Baby-Kuh von 40 kg dazu verhelfen sollen, in eine ausgewachsene Kuh von 600 bis 800 kg heranzuwachsen. Unter den Inhaltsstoffen sind auch natürliche sexuelle Steroidhormone wie Östrogen und Progesteron. Dabei macht es keinen Unterschied, ob du Bio- oder konventionelle Milch kaufst. Die Inhaltsstoffe sind immer gleich.

Jedes Säugetier produziert eine auf seine Spezies angepasste Muttermilch. Die einzige für Menschen sinnvolle Milch, ist menschliche Muttermilch. Und selbst die wird nur im Säuglingsalter benötigt. Aus diesem Grund sind auch die meisten Menschen der Welt im Erwachsenenalter laktoseintolerant.

73% der Afroamerikaner sind laktoseintolerant, so wie 95% der Asiaten, 70% der amerikanischen Ureinwohner und ca. 53% der Hispanoamerikaner.

Darüber hinaus gibt es eine starke Verbindung zwischen Milchprodukten und Autoimmunerkrankungen. Es gibt außerdem Verbindungen zu Milchprodukten und Multipler Sklerose, Diabetes Typ 1 so wie vielen rheumatischen Leiden. Viele Krankheiten sind direkt verbunden mit dem Konsum von Milchprodukten. So z.B. Ekzeme, Akne, Verstopfung, Sodbrennen, Eisenmangel, Anämie. Kuhmilchprodukte sind zudem die größten Allergieerreger.

Ein ziemlich ekliger Fakt: In Milchprodukten ist Eiter nachweisbar. Es gibt gesetzliche Regelungen, die den Eitergehalt in Milch begrenzen, dennoch sind immer gewisse Mengen an Eiter in Milch enthalten. Die Begrenzung liegt aktuell bei 750.000 Eiterzellen pro ccm.

Ein weitläufiger gesellschaftlicher Glaube ist, dass wir Milch für starke Knochen brauchen. Wer zu wenig Milch trinkt, nimmt angeblich nicht genug Kalzium auf und droht an Osteoporose zu erkranken.

Mehrere Studien belegen, dass der Konsum von Milch keine starke Knochen macht und auch nicht vor Knochenschwund schützt. Dies wurde sowohl bei Kindern, als auch bei Frauen über Jahre hinweg getestet. Tatsächlich gibt es sogar Studien, die besagen, dass starke Milchtrinker sogar ein höheres Risiko für Hüftfrakturen & Co. haben, und zudem ein erhöhtes Risiko an Krebs zu erkranken. Es hat sich gezeigt, dass in den Ländern, in denen am meisten Milch konsumiert wird, die höchsten Osteoporoseraten haben.

Käse und wieso er uns süchtig macht

Käse ist vermutlich eines der ungesündesten Lebensmittel. Es ist ein tierisches Produkt aus Milch, mit all den Problemen, die das mit sich bringt. Zudem ist Käse stark verarbeitet, hat von Natur aus viel gesättigtes Fett und ist zusätzlich noch stark gesalzen.

Auf Käse zu verzichten scheint für viele Menschen aber fast unmöglich zu sein. Wir sind geradezu süchtig danach. Und tatsächlich wurde nachgewiesen, dass das Kasein-Protein (das Hauptprotein in Milchprodukten) während unseres Verdauungsprozesses das sogenannte Casomorphin bildet. Diese von Kasein abgeleiteten, morphin-ähnlichen Verbindungen gehen ins Gehirn und hängen sich an die gleichen Rezeptoren wie Heroin. Sie sind logischerweise weniger stark als Heroin, aber stark genug, um eine „Käsesucht“ zu entwickeln. Zum Vergleich: Menschliche Milch enthält 2,7 g Casein. Kuhmilch enthält 26 g Casein. Das ist also 10 x so viel Casein, wie es für uns von der Natur gedacht ist.

Rückstände von Medikamenten in tierischen Produkten

Es sind bereits 450 verschiedene Medikamente bekannt, die Tieren in Massentierhaltungen verabreicht werden. Entweder einzeln oder in Kombinationen. Je nach Land sind die Reglementierungen strenger und lockerer.

In den USA verkauft die Pharmaindustrie 80% ihrer hergestellten Antibiotika an Tierzüchter. Antibiotika-Rückstände und antimikrobielle Stoffe sind danach im Fleisch nachweisbar. Zudem wurde Ractopamin, ein Wachstumshormon in Fleisch aus den USA und Brasilien gefunden, so wie viele weitere Hormone.

In Europa ist der Einsatz dieser Hormone stärker reglementiert. Allerdings beziehen die Deutschen ihr Fleisch nicht nur aus Europa, sondern eben auch aus dem ferneren Ausland.

Die Wirksamkeit und Auswirkungen der Medikamente, die in der Landwirtschaft eingesetzt werden, werden nur für Tiere getestet. Nicht für den Menschen, der die tierischen Endprodukte danach konsumiert. Welche Stoffe noch im Fleisch oder in Milchprodukten landen, wird nicht öffentlich gemacht. Dafür sorgen die entsprechenden Unternehmen.

Fleisch, Milch und Eier können auch durch andere Stoffe „verseucht“ sein. Alleine in den USA sterben jährlich 3.000 Menschen an den Folgen von Salmonellen und anderen Krankheiten, die über tierische Produkte übertragen werden. Antibiotika-Rückstände in tierischen Lebensmitteln führen zu einer Antibiotika-Resistenz. Aufgrund einer Antibiotika-Resistenz sterben in den USA jährlich 20.000 Menschen.

Durch die Haltungsbedingungen in der Massentierhaltung und den ständigen Einsatz von Medikamenten entstehen neue Grippeviren, die sich in der Gemeinschaft ausbreiten, und sogar für den Menschen und Wildtiere gefährlich werden können. Das haben wir bereits beim BSE-Skandal, der Schweine- oder Vogelgrippe gemerkt.

Tests in den USA zeigten, dass 88% der Schweinekoteletts mit Fäkalbakterien kontaminiert sind. 90% der Rinderhack- und 95% der Hähnchenbrustproben enthielten Bakterien von tierischem Abfall. Zusätzlich haben viele Tiere durch die schlechten Haltungsbedingungen eitrige Abszesse an ihrem Körper, die beim Häuten oder Zerlegen der Tiere im Schlachtungsprozess aufbrechen und den Eiter verteilen.

Vegane Ernährung und Nährstoffmangel

Nach jahrelanger Recherche sind wir davon überzeugt, dass dich eine gut geplante, vollwertige vegane Ernährung mit allen Nährstoffen versorgt, die du brauchst. Denn jeder Nährstoff, der in Fleisch und Milchprodukten zu finden ist, ist auch in pflanzlichen Lebensmitteln zu finden. Wichtig ist nur, seine vegane Ernährung richtig zu planen.

Der einzige Nährstoff, der von Veganern supplementiert werden muss, ist Vitamin B12.

Vitamin B12

Ein geläufiger Irrglaube ist allerdings, dass Vitamin B12 nur von Tieren produziert wird und deshalb im Fleisch und in Milchprodukten enthalten ist. Das ist so aber nicht korrekt. Fleisch und Milchprodukte enthalten nur deshalb Vitamin B12, weil die Tiere dieses Vitamin über ihre pflanzliche Nahrung aufnehmen.

Vitamin B12 kommt aber auch nicht von Pflanzen. Es wird von Mikroorganismen produziert, welche im Boden leben. Pflanzen, welche aus eben diesem Boden wachsen, werden von Tieren gegessen und somit nehmen die Tiere das Vitamin B12 auf. Würden wir Menschen diese Pflanzen ungewaschen essen, würden auch wir Vitamin B12 in ausreichender Menge zu uns nehmen können.

Heutzutage werden unsere Böden zum Nahrungsmittelanbau aber so dermaßen mit Pestiziden und anderen Mitteln behandelt, dass die Mikroorganismen quasi nicht mehr vorhanden sind, oder wir sie beim Waschen unserer Lebensmittel entfernen, und wir somit als Veganer das Vitamin nicht in ausreichender Menge aufnehmen können.

Für die Tiernahrung ist das aber alles egal. Einige Tiere dürfen sogar auf der Weide stehen oder im Dreck wühlen und nehmen so Vitamin B12 auf. Theoretisch ist das aber auch wieder eher selten, weswegen mittlerweile sogar Fleischessern empfohlen wird, Vitamin B12 zu supplementieren, da auch eine Mischkost nicht den empfohlenen Tagesbedarf decken kann.

Woher bekommen Veganer ihr Protein?

Eine der häufigsten Fragen, wenn du dich pflanzlich ernährst, ist „Woher bekommst du dein Protein?“. In der Gesellschaft herrscht immer noch der starke Irrglaube, dass Protein nur in Fleisch und Tierprodukten enthalten ist.

Dabei ist es so: Alle Proteine stammen ursprünglich von Pflanzen. Es ist nicht notwendig tierische Produkte zu essen, um Protein zu bekommen. Nur Pflanzen haben die Fähigkeit Stickstoff aus der Luft aufzunehmen, die Moleküle aufzubrechen und den Stickstoff in Aminosäuren einzuverleiben, damit Protein entsteht. Proteine aus Tieren sind lediglich wiederverwertete Pflanzenproteine, ähnlich wie beim Vitamin B12.

Wenn du dich kalorienmäßig passend ernährst und darauf achtest, pflanzliche Produkte mit einem hohen Proteingehalt zu essen (z.B. Hülsenfrüchte, Naturreis oder Brokkoli) bekommst du ausreichend Protein für dich und deinen Körper.

Es ist sogar so, dass Protein, welches direkt von Pflanzen kommt, viel positivere Auswirkungen auf unsere Physiologie hat. Pflanzen liefern im Gegensatz zu tierischen Produkten wichtige Ballaststoffe, die in Fleisch und Milchprodukten gar nicht vorhanden sind. Außerdem fehlt pflanzlichen Produkten das für uns schädliche Cholesterin.

Die täglich empfohlene Proteinzufuhr beträgt 50 g. Die meisten Menschen nehmen aber viel mehr davon auf, teilweise sogar doppelt so viel. Wir Menschen brauchen nicht so viel Protein, wie uns das schlaue Marketing bestimmter Firmen weismachen will. Menschliche Muttermilch ist sogar die Milch mit dem niedrigsten Proteingehalt von allen, was bestätigt, dass wir nicht so viel Protein benötigen, um groß und stark zu werden.

In 100 g Bohnen ist genau so viel Protein enthalten, wie in 100 g Rindfleisch, nämlich 22g. Dafür fehlt es den Bohnen an Cholesterin und dem Rindfleisch an Ballaststoffen.

Kalzium und Eisen

Gutes Marketing hat uns beigebracht, dass wir nur über Milch und Milchprodukte ausreichend Kalzium aufnehmen können. Auch das ist ein Trugschluss. Es gibt eine Menge pflanzlicher Lebensmittel, die pro kcal sogar mehr Kalzium beinhalten als Milch.

Milch enthält pro 100 kcal ca. 245 mg Kalzium. Spinat enthält pro 100 kcal fast die doppelte Menge Kalzium mit 450 mg. In 100 g Rindfleisch sind nur 16 mg Kalzium enthalten. In der selben Menge Bohnen dafür 123 mg Kalzium.

Auch Eisen soll vor allem im roten Fleisch in ausreichender Menge vorhanden sein, weswegen immer wieder gesagt wird, dass vor allem vegane Frauen einen Eisenmangel bekommen müssen.

Durch die richtige Wahl pflanzlicher Lebensmittel lässt sich aber auch das vermeiden. So kommen auf 100 g Rindfleisch nur 1,9 mg Eisen. In 100 g Bohnen sind 5 mg Eisen enthalten. Du kannst also mit derselben Menge Bohnen mehr Eisen aufnehmen, sparst dir das böse Cholesterin und nimmst mehr Ballaststoffe auf.

Aus Umweltsicht wird für die Produktion von 100 g Rindfleisch übrigens ca. 1.480 Liter Wasser verbraucht. Die Produktion derselben Menge Bohnen verbraucht nur 103 Liter Wasser.

Der menschliche Körper ist auf Fleischessen ausgerichtet

Häufig heißt es, der menschliche Körper sei dazu gemacht, Fleisch zu essen. Fleischesser, also Carnivoren, sind Tiere wie Katzen, Löwen, Tiger, etc. Diese Tiere haben ein entsprechendes Gebiss, um ihre Beute direkt zu töten und das Fleisch zu reißen.

Unsere nächsten Verwandten sind aber nicht Katzen, sondern Schimpansen.

Sie ernähren sich zu 97% aus Pflanzen und zu 3% aus Insekten. Alleine wenn du dir die Form unserer Zähne betrachtest, sollte klar sein, dass wir keine Omnivoren und keine Carnivoren sind, sondern Frugivoren. Fruchtesser (Frugivoren) haben flache Mahlzähne zum Pflanzenkauen. Allesfresser-Zähne (Omnivoren) sind geriffelt und haben lange Eckzähne zum Stechen und um Fleisch zu reißen. Die Eckzähne von Menschen sind klein und abgerundet und funktionieren wie Schneidezähne. Fruchtesserkiefer können sich in Mahlbewegungen vor und zurück und seitlich bewegen. Omnivorenkiefer können sich nur nach oben und unten bewegen.

Weiter geht es im Verdauungstrakt: Allesfresser haben eine viel stärkere Magensäure für die Verdauung von Fleisch im Gegensatz zu Fruchtessern. Dafür sind die Gedärme von Fruchtessern neun Mal so lang wie ihr Körper, die von Fleischessern nur 3 Mal so lang. Das ist von der Natur so geschaffen, damit das Fleisch nicht zu lange im Darm bleibt und dort beginnt zu verfaulen.

Der Mensch passt mit seiner Physiologie also nicht zu der eines Omnivoren, wie viele Menschen behaupten. Wir sind von unserer Anatomie eindeutig näher an den Frugivoren. Fleischessen kann unserem Darm also sogar schaden, da er eigentlich viel zu lang ist, und Fleisch zu lange in unserem Verdauungsystem verweilt.

Unser Fazit

Eine vollwertige Ernährung ohne Fleisch oder ganz ohne tierische Produkte birgt angesichts unserer heutigen Lebensbedingungen ein großes Potenzial, um Zivilisationskrankheiten vorzubeugen. So sind Veganer und Vegetarier im Durchschnitt schlanker und haben wesentlich seltener Übergewicht als die Allgemeinbevölkerung. Dazu trägt die niedrige Energiedichte der überwiegend bzw. rein pflanzlichen Kost bei, denn bei gleichem Volumen der Nahrung wird weniger Energie aufgenommen. Gleichzeitig enthält vegane Ernährung deutlich mehr Ballaststoffe, aber weniger Fett und Protein.

Fleisch und Milchprodukte enthalten keine Ballaststoffe, aber dafür jede Menge schlechtes Cholesterin. Es gibt mittlerweile unzählige Studien die beweisen, dass tierische Produkte die Hauptverursacher der gängigsten Zivilisationskrankheiten, wie z.B. Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und sogar Krebs sind. Es gibt direkte Korrelationen zwischen dem Anstieg von Fleischkonsum in einer Gesellschaft und der Häufigkeit dieser Erkrankungen. Sinkt der Konsum von tierischen Produkten in einer Gesellschaft, so sinkt auch die Anzahl der Erkrankungsfälle.

Eine pflanzliche Ernährung hingegen besitzt das Potenzial mit einem geringeren Anteil gesättigter Fettsäuren, meist keinem oder nur sehr wenig enthaltenem Cholesterin und einem hohen Anteil an Ballaststoffen und anderen wichtigen Nährstoffen, Übergewicht zu bekämpfen, Diabetes-Erkrankten zu helfen, und Herz-Kreislauf-Erkrankungen wieder in den Griff zu bekommen. Sogar auf die Entstehung von Krebs soll eine pflanzenbasierte Kost positive Auswirkungen haben.

Wir haben uns die letzten Jahre sehr intensiv mit veganer Ernährung beschäftigt, und sind davon überzeugt, dass es uns und unserer Gesundheit damit besser geht.

Wir fühlen uns nach einer gesunden veganen Mahlzeit weder aufgebläht, noch haben wir ein Völlegefühl oder sind Träge. Das Leistungstief nach einer Mahlzeit ist quasi nicht mehr existent.

Generell fühlen wir uns seit der kompletten Umstellung auf eine vegane Ernährung viel leistungsfähiger, nicht nur körperlich, sondern auch mental.

Wichtig ist natürlich, dass du dich als Veganer vollwertig, vitaminreich und bewusst ernährst. Denn eine vegane Ernährung kann durchaus nur aus Keksen, Pommes, Pasta und verarbeiteten Ersatzprodukten bestehen. In so einem Fall ist eine vegane Ernährung natürlich keinesfalls gesund und ausgewogen, und ein Nährstoffmangel ist vorprogrammiert. Eine gesunde vegane Ernährung, mit viel Gemüse, Obst, Vollkorngetreide ist erstrebenswert und besitzt die oben genannten gesundheitlichen Vorteile.

Zum Thema Nährstoffmangel können wir bisher auch nichts Negatives berichten. Ich persönlich habe seit meiner Umstellung auf eine vegetarische Ernährung vor fünf Jahren alle 6 Monate meine Blutwerte testen lassen und hatte nie Probleme. Als Frau muss ich nur meinen Eisenwert im Blick behalten, das ist aber unabhängig von meiner veganen Ernährung so. Seit meiner Umstellung auf eine komplett vegane Ernährung sind meine Blutwerte im Bereich der Cholesterinwerte sogar noch besser geworden. Mein Hausarzt war regelrecht begeistert von meinen Blutfettwerten und hat mich nach meinem gesunden Lebenswandel gefragt. 😉

Wir supplementieren lediglich Vitamin B12 und während der Wintermonate auch Vitamin D und Vitamin K. Letztere beiden Vitamine sollten aber eigentlich von jedem Deutschen während der sonnenarmen Monate eingenommen werden.

Wir stehen definitiv hinter einer veganen Ernährung. Nicht zuletzt, weil diese Ernährungsform neben den gesundheitlichen Vorteilen auch jede Menge Vorteile für die Umwelt und vor allem auch für die Tiere bringt.

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Falls du noch mehr über vegane Ernährung erfahren willst, lies diese beiden Beiträge:

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Quellen:

What the Health“ Dokumentation

Forks over Knives“ Dokumentation

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