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Nachhaltige Jahresvorsätze – für 2020 oder zu jeder Zeit

Nach Weihnachten ist vor Silvester – die perfekte Zeit, um sich Gedanken über deine neuen Jahresvorsätze zu machen.

Im Jahr 2019 stand unsere Umwelt glücklicherweise noch mehr im Fokus, als bereits in 2018.

Flüsse und Meere voller Plastik, die „Fridays for Future“-Bewegung, und die spürbaren Auswirkungen der Klimaerwärmung haben dafür gesorgt, dass Umweltschutz zu einem noch größeren Thema in unserer Gesellschaft geworden ist.

Ganz egal, ob du schon lange ein Umweltheld bist, oder erst 2020 deinen neuen Job als Nachhaltigkeitsguru antreten willst – in unseren 12 nachhaltigen Jahresvorsätzen findest du auf jeden Fall ein paar tolle Inspirationen, wie dein Jahr 2020 noch (viel) nachhaltiger werden kann.

Nachhaltige Jahresvorsätze - wie dein neues Jahr umweltfreundlicher, fairer, und nachhaltiger wird

Konsum reduzieren

Wer weniger konsumiert, lebt automatisch nachhaltiger.

Wieso? Weil neu gekauftes immer Umweltressourcen verschwendet, egal wie nachhaltig es produziert wurde.

Mit einem reduzierten bzw. bewussteren Konsum schonst du also die Umwelt, und zudem auch noch deinen Geldbeutel.

Wie du deinen Konsum ganz leicht reduzieren kannst, und dabei noch Geld sparst, lernst du in unserem Beitrag „6 Schritte zu weniger Konsum, mehr Geld und einer besseren Umwelt„.

Minimalistischer leben

Deine Wohnung ist voller Krempel, den du eigentlich nicht benutzt? Dann solltest du 2020 damit starten, deine Umgebung auszusortieren.

Dabei gilt: Nicht einfach alles in den Müll werfen! Denn das ist wiederum weniger nachhaltig.

Besser: Melde dich bei Flohmärkten an, bring deine Sachen in einen Second Hand Laden in deiner Nähe, organisiere Tausch-Parties mit Freundinnen, oder verschenke an liebe Freunde, die sich über deine Sachen freuen.

Was wirklich in den Müll muss, bitte ordentlich recyceln.

Eine minimalistische Umgebung sieht nicht nur ordentlich aus – ich bin davon überzeugt, dass sie uns auch mehr entspannt. Ganz nach dem Motto: Clear space, clear mind! Außerdem führt es dazu, dass du viel bewusster konsumierst und dir genau überlegst, ob du dieses oder jenes Teil wirklich brauchst. Du bekommst einen klaren Überblick, was du bereits besitzt und mit was du deine Wohnung besser nicht zustellen magst.

Somit konsumierst du automatisch weniger, was wunderbar zu unserem ersten Vorsatz passt.

Second Hand kaufen

Solltest du doch etwas wirklich benötigen, weil du es z.B. ersetzen musst, oder noch nicht besitzt aber dringend brauchst, dann solltest du zunächst einmal Second Hand kaufen.

Dazu gibt es sowohl online als auch stationär unzählige Möglichkeiten. Second Hand Artikel haben im Gegensatz zu Neuprodukten keine weiteren Umweltressourcen verschwendet. Sie sind weniger schadstoffbelastet (z.B. bei Kleidung), meist richtige Einzelstücke, und vor allem wesentlich günstiger als Neuware.

Weitere gute Gründe Second Hand einzukaufen, kannst du in unserem Artikel „5 unschlagbare Gründe Second Hand einzukaufen“ nachlesen.

Es ist übrigens ein wahnsinnig gutes und belohnendes Gefühl, ein Second Hand Möbelstück aufzuwerten und daraus ein neues cooles Einzelstück zu erschaffen. Schau dir als Inspiration gerne unseren Second Hand Esstisch oder unseren Upcycling Couchtisch an.

Bei nachhaltigen Brands kaufen

Du kannst vermutlich nicht immer alles Second Hand kaufen. Manchmal findet sich das Objekt der Begierde einfach in keiner App und in keinem Second Hand Store.

In solchen Fällen solltest du dann aber nicht sofort bei Fast Fashion Unternehmen oder anderne konventionellen Stores einkaufen.

Versuche als nächsten Schritt erst einmal bei nachhaltigen Brands zu kaufen.

Nachhaltige Brands achten auf umweltschonende Produktionsprozesse, nachhaltige Materialien, und faire Bezahlung ihrer Mitarbeiter.

Vor allem Fast Fashion ist ein waschechter Umweltsünder!

„Allein durch Herstellung, Warentransport und den Gebrauch – Waschen, Trocknen und Bügeln – von Kleidung werden jährlich mehr als 850 Millionen Tonnen CO2 – Emissionen verursacht.“ (Quelle: Greenpeace.de)

Mehr über die Fast Fashion Industrie, und wie sie unsere Umwelt zerstört, kannst du in unserem Beitrag „Fast Fashion – Wie die Modeindustrie unsere Umwelt und Gesundheit zerstört“ lernen.

Außerdem zeigen wir dir in unserem Beitrag „5 einfache Schritte zu einem nachhaltigeren Kleiderkonsum“ – nun, eben genau das: Wie du in wenigen Schritten nachhaltiger Kleider kaufen kannst.

Müll reduzieren

Das erste Gebot beim Thema Umweltschutz – reduziere deinen Müll!

Unsere Welt versinkt in Müll – vor allem in Plastikmüll. Weltweit wurden 8,3 Milliarden Tonnen Kunststoff hergestellt – 75% davon ist heute Müll.

Über diesen und viele weitere erschreckende Fakten haben wir dir dieses Jahr ausführlich in unserem Beitrag „Unsere Plastikkrise – Die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Plastikatlas 2019“ berichtet.

Führt man sich diese Zahlen vor Augen, wird deutlich, dass es besonders wichtig ist nicht weiter zur Umweltverschmutzung beizutragen, und den eigenen Alltag möglichst „müllreduziert“ zu gestalten.

Versuche 2020 sowohl in deinem Zuhause als auch unterwegs mit einem bewussten Blick durch den Alltag zu gehen. Es ist erstaunlich, wie viel Müll du täglich produzierst: Strohhalme im Getränk, Plastik- und Papiertüten beim Einkaufen, der Kaffee to go, der schnelle Snack zur Mittagspause, dein Erfrischungsgetränk in einer Plastikflasche.

Aber keine Sorge, es ist wirklich nicht kompliziert, deinen Müll zu reduzieren! Du musst nur die richtigen Alternativen kennen. Die sind wirklich total unkompliziert und auf Dauer sogar günstiger!

Viele hilfreiche Alltagstipps rund um das Thema Müllsparen und Nachhaltigkeit bekommst du übrigens wöchentlich auf unserem Instagram-Account @fairlis.de. Hüpf mal rüber, und folge uns! 🙂

Unter unserem Menüpunkt „Less Waste“ findest du ebenfalls jede Menge Inspirationen für deinen müllreduzierten Alltag.

Schau dir zum Beispiel die „10 Zero Waste Alternativen für Einsteiger“ an – hier findest du müllfreie Alternativen für die meisten Alltagssituationen.

Müll richtig trennen

Komplett müllfrei zu leben, ist leider nicht immer umsetzbar. Es ist daher wichtig, dass du deinen produzierten Abfall richtig entsorgst.

Informiere dich über die Mülltrennung in deiner Region. Bringe Glasflaschen zum Glascontainer und Pfandflaschen zur nächsten Annahmestelle. Schmeiße Elektrogeräte und Batterien nicht einfach in den Müll, sondern bringe sie zum Recyclinghof.

Nur so haben die eingesetzten Materialien die Chance wiederverwendet bzw. möglichst umweltschonend entsorgt zu werden.

Go Ökostrom

Wir sind letztes Jahr zum Stromanbieter „Lichtblick“ gewechselt (unbezahlte Werbung). Ausschlaggebend war die Diskussion um die Rodung des Hambacher Forstes zur Gewinnung von Braunkohle.

Dieses Ereignis hat uns bewusst gemacht, wie wichtig es ist, auch im Bereich Strom nachhaltiger zu „konsumieren“- auch, wenn es ein eher „versteckter“ und unterbewusster Konsum ist.

Ökostrom stammt aus umweltfreundlichen, erneuerbaren Energiequellen (Wind, Wasser, Solarenergie) und ist Bestandteil einer nachhaltigen Stromversorgung. Konventionell erzeugter Strom kommt aus Kernenergie und fossilen Energieträgern wie Kohle, Erdöl und Erdgas.

Wichtig ist, darauf zu achten, welche Ökostromanbieter „richtigen“ Ökostrom anbieten, und nicht Teil einer Greenwashing Kampagne eines konventionellen Anbieters sind.

Solche Ökostromanbieter sind „Lichtblick“ und „Greenpeace Energy“ (unbezahlte Werbung). Unser Wechsel zu Lichtblick war super einfach. Wir merken in unserem Alltag keinen Unterschied in der Energieversorgung, und haben trotzdem ein viel besseres Gefühl, auch für unseren Strom die richtigen Firmen zu unterstützen.

Mehr zum Thema Ökostrom kannst du in unserem Beitrag „Ökostrom – Was kommt wirklich aus deiner Steckdose“ lernen.

Mehr Bio geht nicht – oder doch?

Na logisch! Mehr Bio geht immer (oder meistens). Versuche daher, bei jedem deiner Lebensmitteleinkäufe auf Bio-Alternativen zu achten.

Bio-Lebensmittel stammen aus ökologischer Landwirtschaft. Das heißt sie dürfen nicht gentechnisch verändert werden, und werden ohne Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln (Pestiziden), Kunstdünger oder Klärschlamm angebaut. Tierische Produkte stammen von Tieren, die artgerechter gehalten werden und in der Regel nicht mit Antibiotika oder Wachstumshormonen behandelt wurden. Die Produkte werden nicht ionisierend bestrahlt und enthalten weniger Lebensmittelzusatzstoffe.

Bio ist zwar meist etwas teurer, aber dies aus gutem Grund. Du bezahlst hier ein paar Euro mehr für den Umweltschutz – als nachhaltig denkender Mensch, ist es dir das sicherlich Wert.

Mehr zum Thema Bio kannst du in diesen Beiträgen nachlesen:

Am allerbesten und günstigsten ist es natürlich, sein Obst und Gemüse selbst anzubauen und nicht mit Spritzmitteln & Dünger zu behandeln. In so einem Fall, geht dann wirklich kaum mehr Bio.

Solltest du dazu nicht die Möglichkeit haben, kannst du auf Bio-zertifizierte Lebensmittel zurückgreifen oder beim ökologischen Bauern deines Vertrauens direkt einzukaufen, z.B. auf dem Bauern- oder Wochenmarkt.

Mehr regional und saisonal einkaufen

Wer regional und saisonal einkauft, spart jede Menge Umweltressourcen. Regional bedeutet, dass die Lebensmittel direkt aus der näheren Umgebung kommen. Saisonal heißt, die Lebensmittel wachsen der Saison entsprechend und müssen nicht aus dem fernen Ausland importiert, oder in Gewächshäusern künstlich hochgezogen werden.

Bei regionalen Käufen müssen also kaum Transportwege auf sich genommen werden. Außerdem unterstützt du die Produzenten deiner Region. Saisonale Produkte benötigen zusätzlich zu kürzeren Transportwegen auch noch weniger Energie.

Weniger mit dem Auto fahren

Wer weniger Auto fährt, und dafür mehr mit dem Rad oder den öffentlichen Verkehrsmitteln, kann pro sonst verfahrenen Liter Sprit bis zu 3.000 kg CO2 Emissionen sparen. Wer nicht Radfahren will, oder öffentliche Verkehrsmittel hasst, für den sind eventuell Fahrgemeinschaften eine Idee.

Weniger bzw. keine tierischen Produkte essen

Durch eine vegane Ernährung kannst du viel mehr CO2 Emissionen sparen, als beim Verzicht auf dein Auto. Außerdem sparst du weitere Umweltressourcen wie Fläche, Wasser und Energie.

Bei veganer Ernährung entsteht halb so viel CO2 wie bei einer omnivoren Ernährung mit tierischen Lebensmitteln. Sie benötigt nur 1/11 der fossilen Brennstoffe, 1/13 an Wasser und 1/18 an Bodenfläche. So kannst du mit einer veganen Ernährung jeden Tag 4.160 Liter Wasser und 20 kg Getreide sparen. Du kannst täglich 28 m² Wald retten und den Gegenwert von 9 kg CO2 einsparen. Außerdem rettest du täglich 1 Tierleben.

Weitere Gründe, wieso eine vegane Ernährung gut für die Umwelt ist, findest du in unserem Beitrag „Vegan – für die Umwelt„. Zusätzlich zu den gesparten Umweltressourcen, ersparst du durch diese Ernährungsform vielen Tieren den Tod, nach einem qualvollen Leben in Massentierhaltung. Lies mehr dazu in unserem Beitrag „Vegan – für die Tiere„. Außerdem besitzt eine vegane Ernährung das Potenzial, unsere häufigsten Zivilisationskrankheiten zu bekämpfen und gar nicht entstehen zu lassen. Mehr dazu findest du in unserem Artikel „Vegan – für deine Gesundheit„.

Mehr Empathie

Empathisch sein bedeutet, sich in andere Lebewesen hineinversetzen zu können, ihre Emotionen und Motive zu verstehen. Empathisch sein bedeutet aber auch, sich selbst gegenüber mitfühlend und tolerant zu sein.

Und was hat das jetzt genau mit einem nachhaltigen Lebensstil zu tun?

Aus unserer Sicht, ist Empathie einer der Grundpfeiler eines nachhaltigen Lebensstils. Empathie gegenüber Mitmenschen, der Umwelt und den Tieren. Nur, wenn du in diesen Bereichen empathisch denkst, kannst du nachhaltig nachhaltiger Leben. Wenn du aus Egoismus handelst, wirst du immer wieder den für dich bequemsten Weg wählen, und dieser ist meist nicht nachhaltig.

Ein Beispiel: Du willst einen neuen Pullover kaufen, einfach, weil es dir gerade danach ist und es dich happy macht. Dir ist egal, wo dieser Pullover herkommt und wer ihn unter welchen Bedingungen für dich produziert hast. Außerdem soll er möglichst günstig sein, damit du nicht zu viel von deinem hart verdienten Geld ausgeben musst. Du gehst also vermutlich in das nächstbeste günstige Modegeschäft und kaufst dir den Pulli deiner Wahl, welcher wahrscheinlich noch aus Polyester oder Acryl ist.

Als empathischer denkender, nachhaltiger Mensch gehst du eher so vor: Du überlegst dir, ob du diesen Pulli wirklich benötigst, oder ob es nicht einer der anderen 5 Pullover in deinem Kleiderschrank tut. Du hast beschlossen, dass du den Pulli wirklich brauchst. Also schaust du erst einmal, ob du ihn nicht auch Second Hand bekommst. Du willst nämlich Umweltressourcen sparen, damit deine Nachfahren auch noch etwas von unserem Planeten haben. Leider gibt es keinen passenden Pullover Second Hand, also schaust du erst einmal bei nachhaltigen Brands – denn dir ist wichtig, dass die ArbeiterInnen in den Fabriken, die deinen Pulli produziert haben, fair bezahlt werden und gute Arbeitsbedingungen haben. Außerdem achtest du auf nachhaltige Materialien, denn du möchtest nicht, dass für deinen Modekonsum die Umwelt geschädigt wird, und die Bauern und Textilarbeiter mit giftigen Stoffen in Berührung kommen.

Wie du siehst, hat Empathie sehr viel mit Nachhaltigkeit zu tun. Versuche bewusst bei jeder Entscheidung die Auswirkungen auf dich, deine Umwelt, Tiere und deine Mitmenschen zu sehen. Nur so kannst du deine nachhaltigen Vorsätze dauerhaft einhalten und in dein Leben integrieren. Sei dabei aber auch gut zu dir selbst, und vergiss nicht, wieso diese Ziele auch gut für dich und deine Gesundheit sind. Sei tolerant mit dir, falls dir Fehler passieren. Wenn du direkt frustriert bist, weil du etwas nicht ganz so perfekt umgesetzt hast, wirst du vermutlich auch schneller wieder aufgeben.

Strive for progress. Not perfection.“ – Der nachhaltige Weg ist das Ziel.

Was sind deine nachhaltigen Vorsätze für das nächste Jahr bzw. für dein zukünftiges Leben? Lass uns gerne einen Kommentar da, oder schreib uns auf Instagram unter fairlis.de.

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Von Caro

Hej Du. schön, dass du hier bist! Ich bin Caro, 30 Jahre jung, aus Karlsruhe. Ich habe eine Leidenschaft für Nachhaltigkeit, Umweltschutz, vegane Ernährung, Tiere und Pflanzen. Ich stecke hinter den Beiträgen auf fairlis.de und möchte dir gerne helfen, viel Wissen, Tipps und Inspirationen rund um das Thema Nachhaltigkeit zu sammeln.

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